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Outdoorsport & Luftschadstoffe: ist Sport an der „frischen Luft“ überhaupt noch gesund?

Luftschadstoffe sind laut WHO der wichtigste umweltbedingte Risikofaktor für die Gesundheit weltweit ebenso wie in Deutschland – 16% aller Todesfälle gehen auf sie zurück. Experten machen die Luftverschmutzung für 600.000 verlorenen Lebensjahre der Menschen in Deutschland im Jahr verantwortlich. Wie gesundheitsschädigend ist Radeln und Joggen in autobefahrener Umgebung? Ist überhaupt ein gesundheitlicher Nutzen zu erwarten?

Luftschadstoffe verkürzen das Leben von Menschen weltweit durch die Schädigung der Atemwege von Kindern und Erwachsenen (-> Lungenkrebs, Asthma, chronische Bronchitis) und Begünstigung von Atherosklerose und  Diabetes mellitus sowie Beeinträchtigung von fetalem Wachstum, kognitiven Funktionen (-> Demenz) und neuronaler Entwicklung. Die Luftschadstoffbelastung entsteht aus hochkomplexen Gemischen verschiedenster organischer und anorganischer Bestandteile zumeist menschengemachten Ursprungs, die bei Verbrennungs-, Abrieb- oder Aufwirbelungsprozessen entstehen: im Mittelpunkt stehen Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxide – letztere sind die wichtigsten Vorläufer von Ozon und tragen zur Feinstaubbildung bei.

Wenn man diese drei Stoffgruppen hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Bedeutung gewichten möchte, so geht keinesfalls vom im sogenannten „Dieselskandal“ in vielen Städten gemessene Stickstoffdioxid das gravierendste Gesundheitsrisiko aus: während Stickstoffdioxid derzeit „nur“ für die Entstehung und Zunahme von Asthma und chronischen Atemwegserkrankungen verantwortlich gemacht werden gilt der Feinstaub als der wahre „Killer“!

Damit sind Partikel mit weniger als 10 Mikrometer (besonders gefährlich sind Partikel <2,5 Mikrometer = PM2,5) Partikelgröße gemeint, wie sie menschengemacht z.B. durch Kraftfahrzeuge (Brems-, Straßen- und Reifenabrieb, Motorabgase), Kraft- und Fernheizwerke, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, sowie Industrieanlagen und landwirtschaftliche Großbetriebe erzeugt werden: Feinstaub gilt als Auslöser von Lungenerkrankungen und Herzkreislauferkrankungen und verkürzt damit die Lebenserwartung. Die gesundheitlichen Folgen können sowohl durch plötzliche hohe Feinstaubbelastungen oder durch Langzeitbelastungen verursacht sein. Sie reichen von kurzfristigen Gesundheitseinschränkungen, über Krankenhauseinweisungen bis hin zu Todesfällen. So führt Feinstaub zu Lungenkrebs, chronischer Bronchitis und Herzkreislauferkrankungen. Darüber hinaus werden Auswirkungen auf den gesamten Körper beschrieben, insbesondere Schädigungen des ungeborenen Kindes, der Entwicklung von Lunge und Gehirn bei Kindern sowie die Entstehung von Diabetes Typ II und Demenz.

Grenzwerte sollen die Menschen vor den gesundheitlichen Folgen „schützen“. Für die zumutbare Feinstaubbelastung mit PM2,5 wurde von der EU ein von vielen Experten als „zu hoch“ kritisierter „schützender Grenzwert“ von 25 μg/m³ festgelegt wohingegen die WHO einen Grenzwert von maximal 10 μg/m³  PM2,5 für tolerabel hält! Im Jahr 2018 vom Umweltbundesamt deutschlandweit gemessene PM2,5-Werte in ländlichen und städtischen Regionen liegen im Jahresmittel je nach Verkehrsaufkommen zwischen 12 und 18 μg/m³ und übertreffen damit bundesweit den WHO-Grenzwert! Im globalen Vergleich liegt Deutschland damit dennoch unterhalb des Durchschnittswerts für Städte von weltweit 22 μg/m³.

Für viele Freizeitsportler stellt sich die Frage, inwieweit die Feinstaubbelastung die gesundheitspräventiven Wirkungen Ihres Outdoortrainings oder Ihrer täglichen Fahrradfahrt zur Arbeit durch die Stadt beeinträchtigt.

Diese Fragestellung untersuchte 2016 eine internationale Forschergruppe um Mark Tainio aus Cambridge (1).

FAZIT: unter einer angenommenen hohen PM2,5-Belastung von im Jahresmittel 50 μg/m³ (= mehr als der doppelte Durchschnittswert im städtischen Umfeld weltweit!) müßte ein gesunder Mensch jeden Tag mehr als 300min in städtischem Umfeld radeln, damit die negativen Effekte der Feinstaubbelastung den gesundheitlichen Nutzen seines Trainings aufwiegen.

Bei Konzentrationen von 100 (= >4facher Durchschnittswert)  μg/m³ ist diese kritische Grenze bei 75min Radfahren aber erst bei 10h 30min Gehen erreicht!

Die Autoren folgern, dass trotz der Feinstaubbelastung im Straßenverkehr der Weg zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit ebenso wie ein regelmäßiges Ausdauertraining hinsichtlich des gesundheitlichen Nutzens die negativen Effekte der Feinstaubbelastung für Gesunde bei weitem aufwiegt. Im Sinne der Allgemeinheit empfehlen sie alle Autofahrern auf Rad umzusteigen, um selbst einen aktiven Beitrag zur Feinstaubbelastung zu leisten!

 

(1) Tainio M1, de Nazelle AJ2, Götschi T3, Kahlmeier S3, Rojas-Rueda D4, Nieuwenhuijsen MJ4, de Sá TH5, Kelly P6, ) Woodcock J7. Can air pollution negate the health benefits of cycling and walking? Prev Med. 2016 Jun;87:233-236. doi: 10.1016/j.ypmed.2016.02.002. Epub 2016 May 5.

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